dfb-Frauentagsfrühstück

„Sei die Heldin deines Lebens,

nicht das Opfer.“

Nora Ephron

Frau Kralowetz eröffnete das Frauentagsfrühstück der dfb-Frauen am 7. März in der Begegnungsstätte des Vereins

Bürger für Schwaan, nicht ohne daran zu erinnern, dass „wir Ossi-Frauen früher manchmal den Frauentag eine

ganze Woche gefeiert haben.“ In den Betrieben wurden sie von den Kollegen verwöhnt und zu Hause von ihren

Männern. Aber auch heute lassen sie sich es nicht nehmen, ihren Ehrentag würdig zu begehen. Mit einem Glas

Sekt wurde angestoßen und die Feier eröffnet.

Ina Blank begrüßte die dfb-Frauen nun schon zur zweiten Frauentagsfeier in der Begegnungsstätte. Bereits im

letzten Jahr waren sie hier zu Gast. Sie bedankte sich bei Ines Schröder für die Vermittlung der Märchentante, die

später für kulturelle Unterhaltung sorgte.

Ein paar Tage zuvor war Ina Blank bei der Ministerpäsidentin Manuela Schwesig als eine von 150 Frauen aus M-V

zum Empfang geladen. Als Vertreterin des Landesfrauenrates schöpft sie aus dieser interessanten Veranstaltung

wieder Motivation für die weitere Arbeit.

Bedient wurden die Frauen an diesem Tag von Uwe Manz. Er und Sigrid Burzlaff sind die beiden neuen

Mitarbeiter, die sich um die Belange in der Begegnungsstätte kümmern.

Aber zunächst wurde gefrühstückt und sich ausgetauscht bis die Märchentante eintraf, die auch wirklich so aussah.

Ein wunderschön gestaltetes Märchenbuch brachte sie mit. Ausgewählt daraus hat sie das russische Märchen:

„Die schöne Wassilissa“. Eine Geschichte aus dem Zarenreich mit einer bösen Stiefmutter, der Hexe Baba Jaga

und der hilfreichen Puppe Babuschka.

Was Märchenfiguren eigentlich bedeuten, erklärte die Märchentante danach. Hexen waren früher eigentlich

Kräuterfrauen oder Hebammen, also weise Frauen, die dem Fürstentum ein Dorn im Auge waren. 4000 Prozesse

und 1700 Hinrichtungen auf dem Scheiterhaufen gab es alleine in Schwerin. Kein Stein erinnert an diese Frauen,

die auch noch der Folter ausgesetzt waren, berichtete die Märchentante. „In Penzlin bei Waren können Sie im

Hexenkeller noch die gebrochenen Stäbe sehen. Daher kommt der Begriff: Einen Stab über einen Menschen

gebrochen“, auf dem der Name stand.

Märchen vermitteln so viel altes Wissen, das es zu bewahren gilt. Und so wird das wohl nicht der letzte Besuch der

Märchentante in der Begegnungsstätte gewesen sein und ganz sicher auch nicht der dfb-Frauen, die sich hier sehr

wohl gefühlt haben.

Torsten Schlutow